Energie sparen - Stromverbrauch

 
Ein großer Teil der gesamten Energie wird im Form elektrischer Energie angeboten und an die Haushalte verkauft. Die rasant steigenden Preise sind keine Zeiterscheinung, sondern der Beginn einer Preisspirale, die sich immer schneller dreht. Die Einstellung ´billiger Strom´ sollte schnellstmöglich in ´kostbarer Strom´ geändert werden.

Analog zu »Energieverbrauch« ist auch der Begriff »Stromverbrauch« nur umgangssprachlich und im physikalischen Sinne nicht korrekt, da elektrische Energie (=Strom) nicht verbraucht, sondern lediglich in andere Energieformen umgewandelt werden kann. Letztlich bleibt stets nur Wärme übrig.

Ein großer Teil der gesamten Energie wird im Form elektrischer Energie angeboten. Eigenartigerweise (oder soll ich sagen bewußterweise?) wird seitens der Stromerzeuger hierbei stets darüber nachgedacht, wie man immer mehr Energie bereitstellen kann und nicht, wie man die vorhandene Energie besser nutzt. Strom gilt immer noch als billiger Grundstoff für unsere Art zu leben, und niemand kommt auf die Idee, den Strom als etwas Kostbares anzusehen.

Es wird langsam höchste Zeit, diese Grundeinstellung radikal zu ändern. Wir sollten sehr viel sorgsamer mit dieser Kostbarkeit umgehen und nicht darauf warten bis uns der Strompreis dazu zwingt.

Bei der Debatte um den Atomausstieg nach der Katastrophe in Fukushima im März 2011 wurde uns immer wieder gesagt, wie groß die Löcher sein werden, die die abgeschalteten AKWs hinterlassen werden, und daß es nicht möglich sei, diese Ausfälle mit regenerativen Energiequellen zu decken. Was den Neubau vieler Kohlekraftwerke unumgänglich macht, so die rituellen Beschwörungsformeln weiter und die gravierenden Einflüsse auf unseren Lebensraum völlig außer Acht lassend. Kein Wort darüber, daß eine konsequente Steigerung der Energieeffizienz den Neubau von Kohlekraftwerken völlig überflüssig machen würde. Ein Schelm wer Böses dabei denkt...

Nachtrag Januar 2014:
Irgendwie hab ich mir das schon denken können, nun is es amtlich: Immer mehr Strom wird von Braunkohlekraftwerken erzeugt, deren Ausstoß an CO2 mittlerweile die Rekordmarke der 90-er Jahre übertrifft.
Wenn man zusätzlich bedenkt, daß damals die vielen Kohlekraftwerke der ehemaligen DDR noch am Netz waren, ist das, was uns heute als Energiewende verkauft wird, bestenfalls noch eine Lachnummer. Wenn man sich dann noch die unfaßbare Umweltvernichtung beim Tagebau (Garzweiler, Hambach und Inden) in der Kölner Bucht anschaut - eine völlig tote Geröllwüste die sich über insgesamt 2.500 km² (!) erstreckt und bis über 450m in die Tiefe reicht - dann muß man ganz ernsthaft am gesunden Menschenverstand der (auch politisch) Verantwortlichen zweifeln. Nicht verschwiegen werden sollte in diesem Zusammenhang auch die systematische Vertreibung der Menschen dort, sowie die Zerstörung der immerhin 7.000 Jahre alten Kultur und der landwirtschaftlichen Nutzbarkeit (fruchtbarer Lößboden) in dieser Landschaft. Siehe hierzu auch der Artikel »Verheizte Heimat« des BUND Nordrhein-Westfalen. Eine »Renaturierung« wurde zwar versprochen, wird aber kaum finanzierbar sein. Die billigste und damit wahrscheinlichste Lösung: Man läßt das ganze Gebiet einfach mit Wasser vollaufen und hat dann riesige Binnenseen. Der Verlust an Lebensraum ist dann nicht mehr umkehrbar.

Was die privaten Haushalte betrifft, haben wir einen gesamten Stromverbrauch von 136,6 TWh oder 1.798 kWh pro Person und Jahr, Tendenz leicht fallend seit 2007. Ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt bringt es damit statistisch auf 2.850 kWh pro Jahr. Deutschland liegt damit auf einem unrühmlichen Platz 9 in der EU-Rangliste (Quelle: Wikipedia, Bedarf an elektrischer Energie, Stand 2011). Ungefähr 20% davon, also rund 27,2 TWh, stammen aus regenerativen Energiequellen.

Mit ein wenig Köpfchen, gutem Willen, Aufmerksamkeit und eine geringfügige Anpassung der täglichen Gewohnheiten läßt sich dieser Wert ohne Probleme und ohne jede Einschränkung des Komforts glatt halbieren! Reine Theorie? Keineswegs, ich habe alle Tips auf dieser Website selbst ausprobiert bzw. eingeführt und kam in 2012 ziemlich genau auf eine Halbierung des persönlichen Energiebedarfs, ganz ohne Anschaffung teurer ´Energiesparer´, die aber noch kommen werden. Eine Viertelung sollte die Schmerzgrenze zwar noch nicht erreichen, erfordert aber Investitionen und eine strenge Disziplin.

Mit einer Viertelung des Energiebedarfs würde der regenerative Anteil ganz ohne Umstellung bereits heute auf 80% hochspringen, das nur am Rande bemerkt. Auf den Seiten Küche, Haushalt, Computer und Beleuchtung wird genau erklärt wie eine solche Energieeinsparung in der Praxis durchgeführt werden kann. Dabei wird eine schon vorhandene, sparsame ´Grundeinstellung´ vorausgesetzt, die im Zweipersonenhaushalt ´nur´ 2.400 kWh pro Jahr verschlingt. Die ersten 1.200 kWh oder 600 € pro Jahr sind relativ entspannt zu erreichen.

Die Automatisierung hält mehr und mehr Einzug in den Haushalt des Ottonormalverbrauchers. Immer mehr Geräte bieten die Möglichkeit über das Handy gesteuert zu werden. Man spricht von Smart Home.
Bei einem Smart Home werden elektrische Installationen und Geräte vernetzt um so dem Bewohne ein größtmögliches Maß an Komfort zu bieten. In der Praxis gestalt sich dies beispielsweise so, das man im Urlaub überprüfen kann, ob Herd oder Kühlschrank ausgeschaltet sind.
Bereits auf der Heimreise könnte der Kühlschrank dann wieder eingeschaltet werden, ebenso die Heizung. Automatisch könnte mithilfe einer Zeitsteuerung ein Lichtkonzept geschaltet werden, was einem Beobachter von aussen vorgaukelt, das jemand im Haus ist.
Betreiber von PV-Anlagen können die Geräte so steuern, das die großen Stromverbraucher nur dann betrieben werden, wenn die PV-ANlage Strom liefert und somit die Speicher-Akkus schonen.
Bei der Beleuchtung hat Philips mit seinem Philips Hue System die Nase vorn, was Sparsamkeit, durch den Einsatz von modernster LED Technik, und Anwenderfreundlichkeit angeht. Lichtfarbe und auch die Helligkeit können individuell angepasst werden selbst auf bestimmte Stimmungen, kann mithilfe von Lichtkonzepten eingewirkt werden.

Soweit die Theorie. Unsere Industrie benötigt elektrische Energie in einer ganz anderen Größenordnung. Die Strompreise künstlich anzuheben um Investitionsanreize zu geben, nun endlich die Effizienz zu steigern, führt in unserer globalisierten Welt einerseits zu einem Wettbewerbsnachteil. Viel gefährlicher ist aber unsere derzeitige Politik, die durch Subventionen genau diese unumgänglichen Investitionsanreize abwürgt. Denn langfristig wird der "billigsubventionierte" Strompreis nicht zu halten sein, so daß in Zukunft unweigerlich derjenige einen Wettbewerbsvorteil haben wird, der es versteht, sparsam mit der kostbaren Energie umzugehen. Nur leider haben meine Leser auf die Weitsichtigkeit unserer Politiker und Entscheidungsträger in Industrie und Handwerk keinerlei Einfluß.

Fassen wir die Resultate der Tips auf den folgenden Seiten vorab schon mal zusammen:

Computer390 kWh / Jahr
Küche910 kWh / Jahr
Haushalt328 kWh / Jahr
Beleuchtung160 kWh / Jahr

Summe1.788 kWh / Jahr

Das muß man wohl nicht mehr extra kommentieren...

 
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